';

Ausserordentliche Wildruhezone wegen der Gämsblindheit

Akute Gämsblindheit im Signinagebiet

Seit dem Frühling 2019 hat die Wildhut im Gebiet vom Piz Tomül bis Günnerlücke eine starke Epidemie der Gämsblindheit (IKK) festgestellt. Etliche Tiere wurden bis zum Herbst von der Wildhut und zum Teil auch auf der Jag von Jägern, mit dem Abschuss erlöst. War der nördliche Teil der Signina bis anfangs Winter verschont geblieben, wurden dann aber ab Januar 2020 auch in den nördlichen Ausläufer der Signina blinde Gämsen gesichtet und zum Teil mit dem Abschuss erlöst. Es macht den Anschein, wie wenn es ein sehr starker Erreger ist der die Gämsen befällt. Oft erblinden die Gämsen komplett ohne Chance auf überleben im Winter! Mehr zu dieser Krankheit: Gamsblindheit

Da die Route zum  Piz Fess auch ein beliebtes Skitourenziel ist, wurde im Tennertäli-Nolla Gebiet eine temporärer Wildruhezone erlassen. Damit soll den Gämsen wenigstens die Störung von den Skitourenfahrer erspart bleiben.

Wie weiter? Viele Jäger der Sektion Versam fordern schon seit Jahren eine nachhaltigere Gämsbejagung. Traditionelle Rudel sind in den letzten 20 Jahren um die hälfte kleiner geworden  und einige Gruppen haben sich praktisch aufgelöst. Durch Krankheiten wie Kitzsterben, vermehrte Präsenz von Luchs und Wolf und der starke Jagddruck auf Geis und Jährlinge sind die Gämsbestände unter extremen Druck. Wird hier bald einmal die Gämsbejagung der Situation angepasst? Darauf ist sehr zu hoffen!

 

Empfehlen
Share
Getagged in